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Organraub in China – Die Welt lässt sich nicht weiter in die Irre führen

Schweizerische Ärztezeitung

Fast drei Jahrzehnte lang hat die Volksrepublik China den Organnotstand in der Transplanta­tionsmedizin durch eine Methode umgangen, die in der restlichen Welt als unethisch oder gar kriminell gilt. Im Jahr 1984 hatte eine Ge­setzesregelung in China die Entnahme von Or­ganen nach Exekution erlaubt. Die World Medi­cal Association WMA und die World Health Organi­zation WHO haben es jedoch in ihren ethischen Richtlinien deutlich gemacht, dass Gefangene nicht in der Lage sind, freiwilliges Einverständnis für eine Organspende zu geben. Wenn eine Todesstrafe verhängt wird, und diese innerhalb von wenigen Tagen ausgeführt wird, kann man nur schwer von einer freiwilligen Organspende reden. Bei einer Organentnahme nach Exeku­tion und ohne gültige Einverständniserklärung kann aber sicher nicht mehr von einer altruisti­schen Organspende die Rede sein

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Quelle: Schweizerische Ärztezeitung, Ausgabe: 2013/49 (94)

4. Dezember 2013

Dr. Torsten Trey

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