Archiv | Zeitungen und Magazine

Organtransplantationen in China: Bestellter Tod

Kurz vor der Transplantation: Ein Spenderherz wird in kalter, steriler Lösung in den Operationssaal gebracht. (Foto: Gaetan Bally/Keystone Schweiz/Laif)

Vieles deutet darauf hin, dass in China nach wie vor Organe von Hingerichteten transplantiert werden. Lernten die verantwortlichen Ärzte ihr Handwerk auch an deutschen Kliniken.

China scheint es geschafft zu haben: Das Land bekommt endlich die lang ersehnte internationale Anerkennung für sein Transplantationssystem. Als die Weltkonferenz der Organtransplanteure 2016 erstmals in China stattfand, standen mehr als 50 chinesische Referenten im Programm. Ein Novum, > Weiterlesen

Quelle: http://www.sueddeutsche.de / Wochenend Print Ausgabe 17./18. Juni 2017

17. Juni 2017

Martina Keller

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SWR2: Die Organe der Hingerichteten

Screenshot SRW2 zu Chinas Transplantationsmedizin und der Westen

China verspricht die Abkehr von seiner international geächteten Transplantationspraxis. Aber kann man dem Versprechen glauben?

Beitrag als mp3 herunterladen: Weiterleitung auf SWR2

Manuskript der Sendung als PDF: Weiterleitung auf SWR2

Rund 10.000 Organe werden in China pro Jahr verpflanzt. Nach der Statistik liegt das Land damit weltweit auf dem zweiten Platz, hinter den USA. Doch China verdankt seine Spitzenposition einer Praxis, die international geächtet ist: Noch 2013 stammte nach Angaben der Regierung mehr als die Hälfte der verpflanzten Organe von hingerichteten Gefangenen. > Weiterlesen

1. Februar 2016

SWR2 Wissen. Von Martina Keller. Internetfassung: U. Barwanietz & R. Kölbel

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DIE ZEIT: Woher kommen Chinas Nieren?

DIE ZEIT Ausgabe 44 ,Seite 26

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis plant ein umstrittenes Forschungsprojekt zu Organtransplantationen in China.

PDF: ZEIT_2015_44_00026

Etwa 10.000 Organe werden in China jedes Jahr transplantiert. Gemessen an der Zahl, liegt das Land damit nach den USA weltweit an zweiter Stelle. Nicht verwunderlich also, dass der Schweizer Pharmakonzern Novartis in diesem Jahr eine dreijährige Beobachtungsstudie zu Nierentransplantationen in China begonnen hat, das ein großer Markt ist. Dafür sucht das Unternehmen 500 Patienten, denen eine Niere neu transplantiert wurde. Es möchte untersuchen, wie die Probanden auf das Präparat Myfortic reagieren, das die körpereigene Immunabwehr gegen ein Transplantat unterdrückt. > Weiterlesen

29. Oktober 2015

Martina Keller

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Swisstransplant berichtet über 1. Int. Expertenforum

Swisstransplant Magazin Juni 2015

China im Fokus des 1. Internationalen Expertenforums «Transplantation und Menschenrechte»

PDF: Swisstransplant_Magazin_27_d-Seite_1-6

PDF: Swisstransplant_Magazin_27_f_page1-6

Am 16. April 2015 fand auf Einladung der Sektion Schweiz der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM­CH) in Bern das 1. Inter­ nationale Expertenforum «Transplantation und Menschenrechte» statt. Renommierte Experten der Bereiche Medizin und Recht aus Kanada, Deutsch­land und der Schweiz beleuchteten den Missbrauch der Transplantationsmedizin in China und die Her­ ausforderungen für den Westen. Swisstransplant und Genevaccord ARD waren Partner der Tagung. > Weiterlesen

Quelle: Swisstransplant Magazin Nr 27 / Juni 2015

13. Juni 2015

Swisstransplant

1. Int. Forum: Reden der Referenten, Aktuell, Foren, Medienspiegel, Zeitungen und Magazine

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Fachzeitschrift Diatra berichtet über 1. Int. Expertenforum

Fachzeitschrift für Nephrologie und Transplantation

Das 1. Internationale Expertenforum „Transplantation und Menschenrechte“ wurde am 16. April mit rund 30 Experten aus den Gebieten Medizin, Recht, Ethik, Politik und Menschenrechte in Bern veranstaltet.

PDF: 2015-2-Diatra Magazin

Jeder, der sich am Organhandel beteiligt ist strafbar

Unmissverständlich erklärte Prof. Dr. Gerhard Dannecker, Direktor des Instituts für deutsches, europäisches und internationales Strafrecht und Strafprozessrecht an der Universität Heidelberg, dass „jeder, der sich irgendwie am Organhandel beteiligt, strafbar ist.“ Hierbei geht es nicht nur um den (eigentlichen) Kauf des Organs zum Zweck des Weiterverkaufs: im Vorfeld getätigte Aktivitäten wie der Vertragsabschluss und die davor geführten Verhandlungen, Verkaufsangebote, sowie Einkaufsbemühungen mit Weiterveräusserungsabsicht sind berechtigterweise bereits strafbar. > Weiterlesen

Quelle: Diatra – Fachzeitschrift für Nephrologie und Transplantation

12. Juni 2015

Simone Schlegel-Grünenfelder und Rebecca Walter

1. Int. Forum: Reden der Referenten, Aktuell, Foren, Medienspiegel, Zeitungen und Magazine

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Sie sagten, nicht für die Herkunft der Organe verantwortlich zu sein

Screenshot Sie sagten, nicht für die Herkunft der Organe verantwortlich zu sein

Interview Schweizer Pharmafirmen sind in das chinesische Transplantationsgeschäft involviert. Die Erklärung von Bern fordert grösstmögliche Transparenz.

Seit Anfang Jahr ist in China die Organentnahme von hingerichteten Häftlingen verboten. Ist diese unethische Praxis tatsächlich unterbunden?
Patrick Durisch1: Das ist äusserst fraglich. Die chinesische Regierung hat zwar angekündigt, dass nur noch von lebenden und freiwillig zustimmenden Menschen Organe entnommen werden. Das Problem ist aber, dass alles sehr intransparent ist. Man kann heute nicht sicherstellen, dass diese Vorschriften wirklich eingehalten werden. Es stellt sich etwa die Frage, ob es freiwillig ist, wenn ein Häftling eine Erklärung unterzeichnet. Auf diese Frage gibt es in China keine Antwort. > Weiterlesen

Quelle: Tages-Anzeiger Online

10. Mai 2015

Felix Schindler

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Tages-Anzeiger berichtet über 1. Int. Expertenforum

Screenshot Organe aus der Todeszelle Tagesanzeiger

Organe aus der Todeszelle

Offiziell wollen die chinesischen Behörden keine hingerichteten Gefangenen mehr als Organspender verwenden. Menschenrechtler aber glauben: China macht weiter wie bisher. Das stellt auch den Westen vor Probleme.

Für einmal war es eine gute Nachricht, die zu Jahresbeginn um die Welt ging: China stellt die Organentnahme bei hingerichteten Häftlingen ein. Ab sofort sollten nur noch «Bürgerspenden» verpflanzt werden – Organe, die freiwillig vermacht wurden –, teilte Chinas staatliche Organspendekommission mit. > Weiterlesen

Quelle: Tages-Anzeiger

7. Mai 2015

David Hesse

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Schweizer Firmen profitieren von umstrittenen Organspenden

Schweizer Firmen profitieren von umstrittenen Organspenden in China Tagesanzeiger

Tages-Anzeiger: Trotz Kontroverse um unethisch gewonnene Spenderorgane arbeitet Novartis neu mit einem chinesischen Transplantationszentrum zusammen. Für Amnesty Schweiz wirft dies Fragen auf.

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis (NOVN 91.7 -1.77%) engagiert sich auf neue Weise in der chinesischen Transplantationsmedizin. Wie Firmensprecher Patrick Barth gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet bestätigt, hat Novartis im März dieses Jahres eine Zusammenarbeit mit der Transplantationsabteilung des First Affiliated Hospital der Universität Guang­zhou Zhongshan begonnen. > Weiterlesen

Quelle: Tages-Anzeiger

7. Mai 2015

David Hesse

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Organraub in China – Die Welt lässt sich nicht weiter in die Irre führen

Schweizerische Ärztezeitung

Fast drei Jahrzehnte lang hat die Volksrepublik China den Organnotstand in der Transplanta­tionsmedizin durch eine Methode umgangen, die in der restlichen Welt als unethisch oder gar kriminell gilt. Im Jahr 1984 hatte eine Ge­setzesregelung in China die Entnahme von Or­ganen nach Exekution erlaubt. Die World Medi­cal Association WMA und die World Health Organi­zation WHO haben es jedoch in ihren ethischen Richtlinien deutlich gemacht, dass Gefangene nicht in der Lage sind, freiwilliges Einverständnis für eine Organspende zu geben. Wenn eine Todesstrafe verhängt wird, und diese innerhalb von wenigen Tagen ausgeführt wird, kann man nur schwer von einer freiwilligen Organspende reden. Bei einer Organentnahme nach Exeku­tion und ohne gültige Einverständniserklärung kann aber sicher nicht mehr von einer altruisti­schen Organspende die Rede sein

Zum PDF: Organraub in China – Die Welt lässt sich nicht weiter in die Irre führen

Quelle: Schweizerische Ärztezeitung, Ausgabe: 2013/49 (94)

4. Dezember 2013

Dr. Torsten Trey

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Geldübergabe im Hotel

Geldübergabe im Hotel (c) Spiegel

China will sich von der Praxis verabschieden, Organe von exekutierter Strafgefangener zu transplantieren. Doch der Handel mit Nieren, Lebern und Lugen floriert noch immer.

Die Webseite der chinesischen Organhändler klingt fast schon poetisch:

“Mehr und mehr sterbende Patienten aus der ganzen Welt kommen nach China auf der Suche nach Wiedergeburt.”

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Quelle: Der Spiegel 48/2013

30. November 2013

Markus Grill, Martina Keller

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