Programm zum 1. Int. Expertenforum „Transplantation und Menschenrechte“

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Missbrauch der Transplantationsmedizin in China – Eine unterschätzte Herausforderung für den Westen?

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REFERENTEN:

  • Guy Bottequin, Präsident IGFM-CH, Mediator, ehem. europäischer ehrenamtlicher Handelsrichter
  • Prof. Dr. Gerhard Dannecker, Direktor des Instituts für deutsches, europäisches und internationales Strafrecht und Strafprozessrecht an der Universität Heidelberg
  • PD Dr. med. Franz Immer, CEO Swisstransplant, Facharzt für Herzchirurgie FMH
  • Hon. David Kilgour, ehemaliger kanadischer Parlamentsabgeordneter, Staatssekretär und Staatsanwalt, Co-Autor des Buches „Blutige Ernte“
  • David Matas, kanadischer Menschenrechtsanwalt, Co-Autor des Buches „Blutige Ernte“
  • Frau Liu Wei, Folteropfer, Frauenarbeitslager Peking, China, lebt heute in Deutschland

ZEIT + ORT:

  • Donnerstag, 16. April 2015, 13.00 Uhr bis 17.30 Uhr
  • PHBern, Institut für Medienbildung, Helvetiaplatz 2, CH-3005 Bern

PROGRAMM:

  • 13.00 Begrüssung & Referate  
  • 15.15 Pause
  • 15.30 Zeugenbericht
  • 16.00 – 17.30 Diskussion & Austausch
  • 17:30 Apéro
  • Veranstaltungssprachen: deutsch/englisch/französisch (DolmetscherIn)
    Eintritt frei, Spenden für das Projekt sind willkommen

KONTAKT:

Internationale Gesellschaft für Menschenrechte
Sektion Schweiz
Projekt Transplantation und Menschenrechte
Landoltstrasse 83, 3007 Bern
T: +41 33 533 39 77
thr@igfm.ch
www.igfm.ch

ANMELDUNG: Anmeldung an thr@igfm.ch bis zum 10. April 2015

HINTERGRUND:

Der Erfolg der Transplantationsmedizin wird von einem drastischen Anstieg der Nachfrage nach menschlichen Organen begleitet, welche das Angebot gespendeter Organe übersteigt, was wiederum zu einer prekären Zunahme von Transplantationstourismus und Organhandel führt.

In der Schweiz haben wir das Glück, über ein System zu verfügen, das auf ethischen Werten und Transparenz aufbaut. Das Risiko illegaler Machenschaften wird mit strikten Regelungen und Gesetzen minimiert, zahlreiche Kontrollmechanismen erschweren einen Missbrauch im Organspende- und Transplantationsprozess. Ein solcher Missbrauch existiert jedoch in vielen Ländern.

Die Situation in China ist beispiellos, auf Grund des gewaltigen Ausmasses und der Beteiligung staatlicher Institutionen. Nach den USA werden in China weltweit am meisten Organe transplantiert, jedoch ohne ausreichendes Organspendesystem, wodurch die Herkunft zehntausender Organe ungeklärt ist. 

Im Jahre 2006 wurde erstmals mit einer Untersuchung belegt, dass politische Gefangene in China auf Bestellung ihrer Organe beraubt und dadurch umgebracht werden, um diese gewinnbringend zu verkaufen. Neben TibeterInnen, UigurInnen und ChristInnen kommt die Mehrzahl dieser Organe von Falun Gong Praktizierenden. (siehe http://organharvestinvestigation.net/)

Seit Jahren sammeln JournalistInnen und MenschenrechtsexpertInnen Informationen, die in diversen Publikationen veröffentlicht wurden, um die unglaublichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit aufdecken. (siehe DIE ZEIT und DER SPIEGEL) Chinesische Spitäler bieten passende Organe mit einer Wartezeit von 1-4 Wochen an. In China wartet man somit Tage, im Ausland dagegen Jahre auf ein passendes Organ. Diese ungewöhnlich kurzen Wartezeiten deuten auf eine Organbank hin, in der eine riesige Anzahl unfreiwilliger SpenderInnen erfasst ist, die auf Bestellung ihrer Organe beraubt werden. An Falun Gong-Praktizierenden in Gefangenschaft werden bis heute systematisch Blut- und Gesundheitstests durchgeführt – ein weiteres Indiz für die Existenz von Organbanken. (siehe http://organharvestinvestigation.net/)

Das Projekt Transplantation und Menschenrechte hat zum Ziel über den Missbrauch und die Menschenrechtsverletzungen in der Transplantationsmedizin zu informieren und auf das Schicksal Hunderttausender betroffener Menschen aufmerksam zu machen.

Das Ziel des Projektes Transplantation und Menschenrechte ist es, Kampagnen und Aktionen durchzuführen, Expertenforen zu organisieren, weitere Interviews mit Betroffenen zu führen, eine mehrsprachige Web-Informationsplattform aufzubauen, Vorträge zu halten und Lobbyarbeit bei Bundesbehörden und Parlament zu betreiben.

Diese wichtige und dringende Arbeit wird durch das unentgeltliche Engagement und durch Spenden ermöglicht. Postkonto:  89-70402-7

Weitere Informationen: www.igfm.ch

Quelle: 1. Int. Expertenforum Transplantation und Menschenrechte der IGFM in Bern

4. Februar 2015

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